potsdam
 

2005 Der Lustgarten war dem Stadtschloss vorgelagert. Er dehnte sich bis hinunter zur Havel aus. Seine Begrenzung war unterschiedlich. Zur Langen Brücke das "Fortunaportal, zur "Breite Strasse" ein über zwei Meter hohes Gitter, und zur Stadt der Marstall und die Kolonnaden. Eigentlich wurde er nicht seiner Bezeichnung gerecht, da ein großer Teil davon planiert war und als Exerzierplatz diente. Auch die Nutzung veränderte sich. Die Grünflächen des Lustgartens waren ebenfalls der jeweiligen Zeit angepasst - vom Gemüsebeet und Blumenrabatten bis zum Karpfenteich mit Plastiken. Nach der Sprengung des Schlosses verschwand der Lustgarten. Den ehemaligen Exerzierplatz überquert heute eine viel befahrene Strasse. Auf den Grünflächen der Vergangenheit entstand nach Kriegsende ein Stadion. In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde als Nachfolge für das Stadion ein Park angelegt. Nur schrittweise wird durch bauliche Andeutungen auf den ehemaligen Lustgarten verwiesen.

 

1987 Die Kreuzung Friedrich-Ebert-Strasse - Breite Strasse entstand genau auf dem Gelände des Lustgartens und des ehemaligen Stadtschlosses. Das frühere "Ernst-Thälmann-Stadion" lag auf dem Lustgarten. Nach dem Abriss entstand hier der "Neue Lustgarten".

Neuer Lustgarten

Der Lustgarten gehörte einst zum Potsdamer Stadtschloss und war die älteste Gartenanlage Potsdams. Nach dem 2. Weltkrieg entstand hier ein Sportstadion. Zur Bundesgartenschau 2001 wurde der  Lustgarten neu gestaltet. Die Ringerkolonnade und das Neptunbassin wurden teilweise restauriert, der Stadtplatz und die Gartenanlagen wurden im modernen Stil errichtet. Das großzügige Freizeitareal bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport, Spiel und Erholung. Der große Festplatz bietet Platz für Veranstaltungen, Volksfeste, Jahrmärkte und Messen. Es wird immer wieder darüber diskutiert wie weit der Lustgarten seine alte Form annehmen soll. Der ehemalige "Karpfenteich" entstand als eine gebaute Dokumentation aus gefundenen originalen Teilen. Auch seine Rekonstruktion wird diskutiert.

     

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Das Denkmal zu Ehren Karl Liebknecht hatte seinen Platz direkt auf dem Lustgarten, nähe Polizeipräsidium. Eine Pergola, mit Sitzplätzen, schaffte die Verbindung vom Denkmal bis in die Nähe des Hotels.

Der Bau des Karl-Liebknecht-Forums begann 1979 nach einem Entwurf von M. Kranz, W. Funcke und B. Schwabe. Das Gedenken an Liebknecht, der 1912 in Potsdam zum Reichstagsabgeordneten gewählt worden war, sollte hier „keinen musealen Charakter haben, sondern durch die Verbindung bildkünstlerischer, architektonischer und landschaftsgestalterischer Elemente lebendiger Bestandteil des Potsdamer Zentrums sein. In dieser Ehrung [sollte] sich aber auch ausdrücken, daß die Ideen Liebknechts, des unerschrockenen Kämpfers gegen Militarismus und Krieg Wirklichkeit geworden sind.“ (H.-J. Giersberg / H. Knitter: Tourist Stadtführer Atlas Potsdam. Berlin / Leipzig 1978).

     

Der neue Lustgarten...

...mal Volkspark, mal Sportplatz

 

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Aufnahme vom 24.09.007 - Der Umbau des Lustgarten hat begonnen. Der Rückbau der "Breite Strasse"und die Verlegung der Fahrbahn nahe an das Hotel hat begonnen. Mit der Verlegung ist nun wieder der Platz für den Neubau des Landtaggebäudes an der Stelle des ehemaligen "Stadtschloss".

 

Die Erinnerung an den früheren "Karpfenteich".

Es wurden gefundene Reste der Sandsteinfiguren aufgestellt. Fehlende Elemente werden mit gebogenem Stahl angedeutet.

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Der Lustgarten

Das Stadtschloss

 
 

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Aktualisiert: 15.03.2010 12:19:06